Mit zunehmendem Alter wird der Alltag in der eigenen Immobilie beschwerlicher. Sei es bei der Gartenpflege, Treppensteigen, Saubermachen oder der Weg zum nächsten Lebensmittelgeschäft. Dennoch fällt es vielen Senioren schwer, die gewohnte Umgebung zu verlassen. Dabei kann sich die Lebensqualität in vielen Fällen durch den Umzug in eine altersgerechte Wohnung verbessern. Erfahren Sie hier, warum es sich lohnt, rechtzeitig darüber nachzudenken.

Wenn das Eigenheim im Alter nicht mehr zu den eigenen Bedürfnissen passt, kann das zu Frusterlebnissen führen. Irgendwann wird fast alles, was einst als Vorzug der Immobilie erschien, so unpraktisch, dass man sich nur noch damit herumärgert. Wenn es so weit gekommen ist, sollten Sie unbedingt handeln – und eine Veränderung Ihrer Wohnsituation in Angriff nehmen.

Was zeichnet eine altersgerechte Wohnung aus?

Eine Seniorenwohnung ist nicht gleichbedeutend mit einer Pflegeimmobilie, sondern eignet sich im Hinblick auf Größe und Ausstattung, Gesundheitsversorgung und nachbarschaftliche Beziehungen einfach besser für Senioren als beispielsweise ein reparaturbedürftiges Einfamilienhaus in einer Vorortsiedlung mit schlechter Verkehrsanbindung. Im Alter ist es sinnvoll, wenige Zimmer auf einer Etage zu bewohnen. Trotzdem darf die Wohnung ruhig geräumig und großzügig geschnitten sein. Auf Barrierefreiheit empfiehlt es sich auch dann zu achten, wenn Sie aktuell nicht in Ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Für alle Fälle sollten Flure und Türrahmen breit genug für einen Rollstuhl sein. Niedrige Türklinken und Fenstergriffe sind ebenfalls vorteilhaft.
Die Wohnung muss nicht unbedingt im Erdgeschoss liegen, wichtig ist aber ein Fahrstuhl – oder besser auch noch ein zweiter als Reserve. Die Lage ist ebenfalls ein sehr wichtiges Kriterium für eine altersgerechte Wohnung. Dabei kommt es vor allem auf eine gute Infrastruktur an. Ärzte und Supermärkte, im Idealfall auch ein Krankenhaus, sollten ohne Mühe fußläufig erreichbar sein. Aber auch ein kleiner Park zum Spazierengehen, vielleicht auch eine Bibliothek oder andere Orte, die Ihnen persönlich wichtig sind.

Rechtzeitig umziehen, um weiterhin selbstbestimmt zu leben

Viele Senioren schrecken vor allem auch aus praktischen Gründen vor einem Umzug zurück. Sie fühlen sich von der Suche nach einer neuen Wohnung und dem Verkauf ihres Eigenheims überfordert, wissen nicht, wohin mit all dem Inventar, und lassen deshalb lieber alles so, wie es ist. Doch all das sind Probleme, die ein professioneller lokaler Qualitätsmakler sehr gerne für Sie löst. Beauftragen Sie den Immobilienprofi gleichzeitig mit dem Verkauf Ihrer aktuellen Immobilie und der Suche nach einer geeigneten Seniorenwohnung – und Sie werden staunen, wie wenig für Sie selbst zu tun bleibt! Im Gegenzug profitieren Sie davon, mit der neuen, altersgerechten Wohnung noch einmal einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Es ist keineswegs sinnvoll, mit dem Umzug so lange zu warten, bis Sie pflegebedürftig sind oder nicht mehr in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen. Denn indem Sie Ihr unbequem gewordenes Eigenheim hinter sich lassen und sich eine Wohnsituation nach Ihren veränderten Bedürfnissen schaffen, verlieren Sie nicht etwa an Selbstbestimmtheit, sondern gewinnen wieder mehr Freiheiten zurück.

Ihre Immobilie passt nicht mehr zu Ihnen und Sie denken über den Umzug in eine seniorengerechte Wohnung nach? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern. 

 

Sie benötigen weitere Informationen:

https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/aeltere-menschen/zuhause-im-alter/zuhause-im-alter/75580

https://de.statista.com/themen/172/senioren/

https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Wohnen/_inhalt.html

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Wavebreakmedia/Depositphotos.com

Erbengemeinschaften bilden sich, wenn mehrere Begünstigte nach dem Tod eines Angehörigen das Erbe antreten. Allerdings ist diese Gemeinschaft nicht für die Ewigkeit gedacht. Daher ist das Ziel die Auflösung der Erbengemeinschaft. Welche Möglichkeiten gibt zur Auflösung, wenn es sich beim Nachlass um eine Immobilie handelt? Und was sollten Erbengemeinschaften dazu wissen?

Es gibt mehr als nur einen Weg die Erbengemeinschaft aufzulösen. Dabei kann der ganze Prozess friedlich unter den Miterben ablaufen oder im Streit um den Nachlass erzwungen werden. Grundsätzlich ist es empfehlenswert zu prüfen, wie man mit einer Erbimmobilie umgehen kann.

Welche Möglichkeiten habe ich mit der Erbimmobilie?

Als erstes sollten alle Miterben sich einvernehmlich auf einen Immobilienmakler einigen, um die Immobilie bewerten zu lassen. Ist die Immobilie vermietet, kann es sinnvoll sein mit einem Investmentmakler zu prüfen, ob man mit dieser eventuell hohe Renditen erzielen kann.

Auf Grund der Prüfung und Bewertung können die Miterben dann entscheiden, ob die Immobilie mit Aussicht auf einen hohen Verkaufserlös verkauft oder vermietet wird. Aber auch eine Eigennutzung ist möglich. Was im individuellen Fall am besten ist, kann ein professioneller Makler beurteilen.

Vor der Auseinandersetzung – sind alle Miterben bekannt?

Keine Auseinandersetzung darf ohne die komplette Erbengemeinschaft stattfinden. Denn jeder Miterbe kann nur über seinen Erbteil verfügen. Was mit dem gesamten Erbe passieren soll, müssen alle Erben zusammen entscheiden. Dafür müssen alle Miterben ausfindig gemacht werden.

Das ist nicht immer ganz leicht, da es sein kann, dass außerhalb der Kernverwandtschaft auch entfernte Verwandte erbberechtigt sind. Wer sich nicht sicher ist, ob alle Miterben bekannt sind, kann mithilfe eines Erbermittlers nach weiteren Miterben suchen.

Wenn es einen Testamentsvollstrecker gibt

Wenn der Erblasser zu Lebzeiten testamentarisch verfügt hat, dass ein Testamentsvollstrecker berechtigt ist, die Auseinandersetzung innerhalb der Erbengemeinschaft zu führen, kann eine Auflösung nicht ohne seine Zustimmung erfolgen. Zudem ist er verpflichtet, den Willen des Erblassers zu berücksichtigen.

Auflösung des Erbgemeinschaft

Es ist immer empfehlenswert die Auflösung einvernehmlich zu erreichen. Das Erbe kann durch einen Vertrag aufgeteilt werden. Die Miterben halten in einer Auseinandersetzungs-vereinbarung fest, wie das Erbe aufgeteilt werden soll. Dieser Vertrag kann aber nur geschlossen werden, wenn klar ist, was alles zum Erbe Nachlass gehört und wenn alle Nachlassverbindlichkeiten erfüllt wurden. Außerdem darf der Verstorbene kein Auseinandersetzungsverbot angeordnet haben.

Die Erbengemeinschaft kann sich aber auch auf den gemeinsamen Verkauf der Erbimmobilie einigen. Hier ist ein professioneller Makler der optimale Ansprechpartner.

Ist die Auseinandersetzung nicht ohne Unstimmigkeiten möglich, kann ein Miterbe die Auflösung der Gemeinschaft durch eine Teilungsversteigerung näher an den Abschluss bringen. Denn eine komplette Auseinandersetzung ist damit nicht möglich, da jeder Erbe nur über seinen eigenen Erbteil verfügen darf. Dieser kann aber auch an jemand anders verkauft werden.

Ist die Auflösung der Erbengemeinschaft aber auch so nicht zu erreichen, gibt es nur noch den Weg über die Auseinandersetzungsklage. Egal wie man sich man sich in der Gemeinschaft einigt, es ist immer gut im Falle einer Erbimmobilie einen Immobilienexperten mit ins Boot zu holen.

Haben Sie mit mehreren Erben eine Immobilie geerbt? Dann lassen Sie sich von uns beraten! Wir unterstützen Sie gerne.

 

Weiterführende Informationen finden Sie hier:´

https://www.ratgeber-erbengemeinschaft.de/erbrecht/testamentsvollstrecker/

https://de.wikipedia.org/wiki/Erbengemeinschaft

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

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Sie haben vor längerer Zeit eine Eigentumswohnung als Anlageimmobilie erworben. Dort wohnen seit Jahren zuverlässige Mieter, zu denen Sie ein gutes Verhältnis aufgebaut haben. Jetzt aber braucht Ihre Tochter dringend eine Wohnung. Sie hat einige Zeit im Ausland studiert, nun kehrt sie zurück und will eine Familie gründen. Da scheint auf den ersten Blick nichts näher zu liegen, als den Mietern zu kündigen und Eigenbedarf anzumelden. Aber nicht in jedem Fall muss das die beste Lösung sein.

Eigenbedarf können Sie für sich selbst, für Familienangehörige oder für Angehörige Ihres Haushaltes geltend machen. Aber auch hier müssen die gesetzlichen Rahmenbedingungen der deutschen Mieterschutzrechte beachtet werden.

Rechtliche Unsicherheiten bei Eigenbedarfskündigung

Bei Eigenbedarf gelten Kündigungsfristen zwischen drei und neun Monaten – abhängig davon, wie lange Ihre Mieter in der Wohnung leben. Für eine rechtssichere Kündigung muss der Vermieter außerdem im Kündigungsschreiben genau erklären, warum er die Wohnung selbst benötigt. Auch mit einer Eigenbedarfskündigung gehen also einige rechtliche Unsicherheiten einher. In Ihrem Fall könnten Ihre gekündigten Mieter Sie beispielsweise verdächtigen, den Eigenbedarf nur vorzutäuschen. Vielleicht zieht Ihre Tochter am Ende aus irgendeinem Grund doch nicht in die Wohnung ein. Schon riskieren Sie eine gerichtliche Auseinandersetzung, bei der Sie sich mit Schadenersatzforderungen wegen vorgetäuschten Eigenbedarfs konfrontiert sehen.

Alternativen durchdenken und vergleichen

Um Missverständnissen vorzubeugen: All das spricht nicht grundsätzlich gegen eine Eigenbedarfskündigung. Aber es ist empfehlenswert, auch Alternativen in Erwägung zu ziehen. Sprechen Sie doch einmal mit einem Makler über Ihre konkrete Situation. Dieser kann Ihnen eine schnellere, einfachere oder auch finanziell vorteilhaftere Lösung aufzeigen. Es lohnt sich mit Sicherheit, mit Hilfe der Marktkenntnis und Expertise eines Immobilienprofis ein klares Bild über Ihre verschiedenen Handlungsoptionen zu gewinnen – und genau durchzurechnen, mit welcher Variante Sie am besten fahren.

Wählen Sie die beste und nicht die naheliegendste Option!

Denkbar wäre es, Ihre vermietete Eigentumswohnung zu verkaufen und parallel dazu eine andere, leerstehende Wohnung zu kaufen. Vielleicht passt die andere Wohnung sogar besser zu den Bedürfnissen Ihrer Tochter. Gleichzeitig müssen Ihre Mieter nicht ausziehen, wenn sich ein Käufer findet, der das Mietverhältnis fortsetzt. Je nach Konstellation und finanzieller Situation kann es sich aber auch anbieten, die vermietete Wohnung auch für die Zukunft als Kapitalanlage zu behalten und für Ihre Tochter zusätzlich eine andere Wohnung zu kaufen oder zu mieten.

Denken Sie darüber nach, Eigenbedarf anzumelden? Sind Sie sich unsicher, ob dieser Schritt sinnvoll und zielführend ist, möchten Sie Fehler dabei vermeiden und sich zu möglichen Alternativen beraten lassen? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.mietrecht.org/eigenbedarf/eigenbedarf-anmelden/

https://www.mietrecht.com/eigenbedarf-anmelden/

https://www.arag.de/rechtsschutzversicherung/vermieterrechtsschutz/mieter-kuendigen-eigenbedarf/

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

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Jede Immobilie hat einen individuellen Grundriss. Der ist nicht für jeden optimal. Egal, ob es sich um den Wunsch nach einer offenen Küche oder um die Vergrößerung eines Zimmers handelt, nicht immer ist das Entfernen der Wand unbedenklich. Vor allem wenn es sich um eine tragende Wand handelt. Welche Möglichkeiten haben Eigentümer ihre Veränderungswünsche umzusetzen? Und lohnen sich die Maßnahme vor einem Hausverkauf?

Einige Leser werden diese Situation bestimmt bereits erlebt haben: Man besichtigt eine Immobilie mit dem Makler oder dem Eigentümer. Dabei fallen eventuell zu kleine Räume auf oder auch, dass Wohnzimmer und Küche durch eine tragende Wand getrennt sind. Die Immobilie gefällt, aber der Grundriss nicht. Die Entscheidung steht: die Wand soll raus. Aber wer kann am besten dabei helfen?

Kann man eine tragende Wand allein entfernt?

Grundsätzlich sollte die Entfernung von tragenden Wänden niemals von einem Laien vorgenommen werden. Die Folge: schwere Schäden oder gar der Einsturz der Immobilie. Ob es sich um eine Wand tragende oder aussteifende handelt, kann nur ein Fachmann beurteilen.

Außerdem ist es eher eine Ausnahme, wenn keine Stützmaßnahmen, wie der Einbau von Säulen, Pfeiler oder Balken, notwendig sind. Eventuell löst sich das Problem auch mit einer Wandöffnung. Es sollte immer ein Spezialist zu Rate gezogen werden, der einschätzen kann, welche Möglichkeiten es bei der Entfernung der betreffenden Wand gibt und wie hoch die Kosten ausfallen könnten.

Experten, die sich mit Statik auskennen und die Wände einer Immobilie beurteilen können, sind unter anderem Architekten, Bauingenieure oder Bausachverständige. Die Baupläne vom Haus sind, falls vorhanden, ebenfalls eine große Hilfe für den Experten. Der Makler kann Eigentümer oder Käufer bei der Suche nach dem geeigneten Experten unterstützen.

Offene Grundrisse sind wertsteigernd!

In den letzten Jahren sind offene Wohnbereiche und auch offene Küchen immer attraktiver geworden. Zum Einen wirken Räume dadurch größer, heller und freundlicher. Zum Anderen können Räume flexibler genutzt werden. Eine Grundrissöffnung steigert außerdem den Wert der Immobilie. Eigentümer, die ihr Haus oder ihre Wohnung verkaufen wollen, können so mehr Geld für das Verkaufsobjekt verlangen.

Ob sich diese wertsteigernde Maßnahme, bezogen auf Kosten und Aufwand, überhaupt lohnt, kann der Makler nach der Beurteilung der Wände durch einen Experten einschätzen. Denn besonders wenn es sich um tragende Wände handelt, wird es komplizierter und teurer diese entfernen zu lassen.

Haben Sie eine Scheidungsimmobilie und brauchen Unterstützung? Wir helfen Ihnen gerne!

 

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://estatika.de/altbau-welche-waende-kann-ich-ohne-statiker-entfernen

https://www.houzz.de/magazin/offener-wohnbereich-der-neue-standard-oder-nur-eine-mode-stsetivw-vs~59103190  

https://messemer-bau.de/tragende-waende-entfernen/

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

Foto: © Darkmoon Art/Imagine Maw/Pixabay.com

„Bei der aktuellen Marktlage verkauft sich mein Häuschen doch in kurzer Zeit fast wie von selbst“, dachte Josef M. Nachdem er seine Immobilie in einem Online-Portal inseriert hatte, kamen innerhalb kürzester Zeit Anfragen von Interessenten im mittleren zweistelligen Bereich. Alle fragten nach Besichtigungsterminen. Welche Anfragen waren wirklich seriös? Mit wem und wann sollte er Besichtigungen vereinbaren?

Josef M. versuchte das Problem zu lösen, indem er nur einige Anfragen, die er für seriös hielt, auswählte und mit diesen Interessenten in Kontakt trat. Doch schon die Terminfindung war nicht einfach. Sollte er einen Termin mit allen vereinbaren oder mit jedem Interessenten einzeln? Da er befürchtete, bei einer Besichtigung nicht alle Interessenten immer im Blick zu haben – schließlich lädt man sich ja fremde Leute in sein Haus ein – entschloss er sich für Einzelbesichtigungen.

Da er und seine Frau Stefanie berufstätig sind, hatten sie in der Woche nur abends oder am Wochenende Zeit. Sie vereinbarten drei Termine. Zum ersten Besichtigungstermin erschien ein Mann allein. Er schien sich jedoch für unwichtige Details der Immobilie wie Fenster und Türen zu interessieren. Die Räume selbst, das Grundstück oder die neue Heizung interessierten ihn kaum. Auf Josef und Stefanie machte er einen unseriösen Eindruck. Nach dem Termin fragten sie sich, ob er vielleicht ein Einbrecher war, der sein neues Zielobjekt auskundschaften wollte. Beim nächsten Termin sah sich ein Pärchen das Haus relativ kurz an und stellte kaum Fragen. Hinterher antworteten sie auf keine Kontaktversuche von Josef mehr. Ihn beschlich das Gefühl, dass es wohl Besichtigungstouristen waren, die von Anfang an gar kein Interesse an seinem Haus hatten. Zum letzten Termin kam ein Paar, das eine längere Anreise hatte, da wegen eines Jobwechsels auch der Wohnort gewechselt werden musste. Diese beiden stellten schnell verärgert fest, dass das Haus in Wirklichkeit ganz anders aussah als auf den Fotos.

Ein Käufer war also noch nicht unter den drei Terminen. Im Gegenteil: Josef und Stefanie waren noch unsicherer. Da Josef die Immobilie nach den ersten vielen Anfragen aus dem Online-Portal genommen hatte, musste er sie jetzt neu online stellen. Wenige Interessenten meldeten sich und stellten schon vorab kritische Fragen. Sie waren skeptisch, weil die Immobilie jetzt erneut online war, und fragten sich, ob mit ihr was nicht stimmt. Der Verkauf zog sich in die Länge und wurde immer mehr zur Belastung.

Das Ehepaar M. wandte sich an uns. Wir sorgten für aussagekräftige Immobilienfotos, erstellten 360-Grad-Rundgänge, aus denen wir schließen können, welcher Interessent sich wirklich für die Immobilie interessierte. Wir vereinbarten die Besichtigungstermine und führten sie durch, während Stefanie und Josef bei der Arbeit waren. Wir führten Bonitätsprüfungen der Kaufinteressenten durch und nach sechs Wochen war der Kaufvertrag unterzeichnet. Nach dem Notartermin sagte Stefanie M.: „Nicht nur die Besichtigungen, auch die Fotos und die kritischen Fragen haben wir ganz schön unterschätzt. Das hätten wir gleich einem Profi überlassen sollen.“

Sie haben keine Zeit, um sich um die Besichtigungen zu kümmern? Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gern.

 

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wohnungs%C3%BCbergabeprotokoll

https://de.statista.com/themen/133/immobilien/

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestandsimmobilie/Kauf-einer-bestehenden-Immobilie/

 

Hinweise

In diesem Text wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit das generische Maskulinum verwendet. Weibliche und anderweitige Geschlechteridentitäten werden dabei ausdrücklich mitgemeint, soweit es für die Aussage erforderlich ist.

 

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Foto: © Goodluz/Depositphotos.com

Natascha P. musste nach dem Tod ihres Onkels feststellen, dass sie nicht die alleinige Erbin seiner Wohnung ist. Weit von ihr entfernt lebende Cousins und Cousinen wurden durch einen Erbermittler ausfindig gemacht. Mit solch einer Situation hatte sie überhaupt nicht gerechnet, da seit Jahrzehnten kein Kontakt zu diesem Teil der Familie bestand. Eine große Unsicherheit trat ein – was musste jetzt alles bedacht werden? Und wer würde ihr dabei helfen? Ein Testament gab es schließlich auch nicht.

Neben der Trauer um einen verlorenen Menschen müssen bei einem Erbe viele Dinge erledigt werden, bei denen man sich schnell überfordert fühlen kann. Gerade bei einem Fall wie bei Natascha P., die zunächst dachte, sie wäre die alleinige Erbin. Hinzu kam, dass die anderen Erben ihr unbekannte Personen sind.

Wer gehört zu einer Erbengemeinschaft?

Wenn der Verstorbene zu Lebzeiten nicht bestimmt hat, was mit seinem Besitz im Todesfall passieren soll, es also kein Testament gibt, gilt die gesetzliche Erbfolge. Eine Erbengemeinschaft entsteht automatisch aus allen berechtigten Erben. Zunächst ist es dann wichtig, einen Überblick über den Nachlass zu bekommen und die laufende Verwaltung dieses Nachlasses zu gewährleisten. Bei Natascha P. und ihren Familienangehörigen war das schnell geklärt: außer der Wohnung gab es keinen nennenswerten Besitz, den ihnen ihr Onkel hinterlassen hatte.

Unterschiedliche Interessen müssen unter einen Hut gebracht werden

Doch damit begannen die Auseinandersetzungen, die fast zum Zerwürfnis in den neu geknüpften Familienbanden führten. Während sich Natascha und ihre beiden Cousins einig waren, dass die Wohnung verkauft werden sollte, stellte sich die Cousine quer. Sie hatte sich in den Kopf gesetzt, in die Wohnung einzuziehen. Was sie nicht bedacht hatte, war, dass sie die anderen dann auszahlen muss. Die Zeit wurde eng, denn nach drei Monaten muss man das Erbe dem Finanzamt melden, das dann abhängig von der Höhe der geerbten Summe die Erbschaftssteuer erhebt.

Lieber einen Profi fragen

Um den Ganzen ein Ende zu setzen, fragte die friedliebende Natascha einen Makler um seinen Rat. Dieser schätzte den Wert der Immobilie professionell ein – der höher als gedacht war – und konnte ihr auch schon Interessenten nennen, die er in der Rückhand hatte. Da die Wohnung doch schon ein wenig in die Jahre gekommen war, empfahl er ihr zudem ein paar Instandsetzungen. Dafür hatte er auch einen preiswerten Handwerker in seinem Netzwerk.

Zum nächsten Familientreffen nahm sie den Makler einfach mit. Der konnte ihre Verwandte schließlich durch seine professionelle Einschätzung überzeugen. Die Wohnung wurde verkauft und jeder der Erben konnte sich einen langgehegten Wunsch erfüllen oder das Geld anlegen. Die Cousine, die erst nicht vom Verkauf überzeugt war, konnte endlich die Reise machen, von der sie schon seit Jahren geträumt hatte.

Sie haben als Teil einer Erbengemeinschaft eine Immobilie geerbt und wissen nicht, was sie jetzt machen sollen? Dann kontaktieren Sie uns! Wir helfen Ihnen gerne.

 

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.ratgeber-erbengemeinschaft.de/erbengemeinschaft/

https://www.ra-knoop.de/ratgeber-recht/40-ratgeber-erbrecht-zehn-irrtuemer.html

https://november.de/ratgeber/erbe/gesetzliche-erbfolge/

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Wenn die Eltern oder Großeltern pflegebedürftig werden und das Zuhause nicht mehr zu den Bedürfnissen passt, bleibt oft noch eine Möglichkeit – der Umzug ins Pflegeheim. Dieser ist nicht immer leicht zu bewältigen. Besonders belastend wird es, wenn man alles von der Ferne aus oder unter Zeitdruck regeln muss.

Der aktuelle demographische Wandel zeigt sich besonders in der Altenpflege. Allein im November 2019 lebten über 810.000 Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen. Diese bieten nicht nur eine professionellere Versorgung als die häusliche Pflege, sondern entlasten auch die Familie. Vom Umgang mit der bisher bewohnten Immobilie bis zur Suche nach dem passenden Pflegeheim muss viel bedacht werden.

Was passiert mit dem Haus?

Soll das Haus im Familienbesitz bleiben, muss eventuell aufwendig saniert werden. Das kann je nach Umfang der Maßnahmen teuer werden. Die Angehörigen sollten zudem die Umzugs- und Pflegeheimplatzkosten nicht vergessen. Nicht immer reicht die Rente des Pflegebedürftigen aus, um die Unkosten zu stemmen. Sind diese zu hoch und die Kostenübernahme der Pflegekasse zu gering, kann es besser sein die Immobilie zu verkaufen. Das Geld kann dann für den Pflegeheimplatz genutzt werden. Die Frage, was im individuellen Fall die bestmögliche Entscheidung ist, kann ein kompetenter Makler beantworten. Um die Familie zu entlasten kann der gesamte Verkaufsprozess samt Unterlagenbeschaffung vom Profi übernommen werden.

Das Pflegeheim – Suche, Kosten, Unterlagen

Die Kosten für Pflegeheime fallen je nach Pflegegrad, Bundesland und Ausstattung unterschiedlich hoch aus. Achten Sie auf die strukturellen Einrichtungsinformationen und die von dem Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (MDK) und der privaten Krankenversicherung (PKV) geprüften Ergebnisindikatoren. Für den Umzug selbst werden Unterlagen wie etwa ärztlichen Dokumente benötigt, die je nach Gesundheitszustand des Pflegedürftigen unterschiedlich umfangreich sind. Zudem müssen Verträge gekündigt, Adressen geändert und bestehende Versicherungen überprüft werden.

Die Haushaltsauflösung

Wird die Immobilie verkauft oder der Mietvertrag gekündigt, muss der Haushalt aufgelöst werden. Auch das ist in der Regel ohne Hilfe sehr zeitintensiv. Angehörige können dafür ein Entrümpelungsunternehmen beauftragen. Der Makler kann bei der Suche unterstützend zur Seite stehen.

 

Wollen Sie wissen was mit der Immobilie Ihres pflegebedürftigen Angehörigen geschehen soll? Dann kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne.

 

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.pflege-durch-angehoerige.de/checkliste-umzug-pflegeheim/

https://flixumzuege24.de/umzug-pflegeheim-kostenerstattung/

https://www.bagfw.de/themen/qualitaetsindikatoren-in-der-stationaeren-pflege

 

Rechtlicher Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung im Einzelfall dar. Bitte lassen Sie die Sachverhalte in Ihrem konkreten Einzelfall von einem Rechtsanwalt und/oder Steuerberater klären.

 

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Täglich unterstützen wir Eigentümer beim Kauf und Verkauf von Immobilien. Lesen Sie schwarz auf weiß, weshalb unsere Kunden die Zusammenarbeit mit uns schätzen. Was sie denken, möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Werner und Dagmar P. (Namen geändert) wandten sich mit dem Wunsch nach einer ausführlichen und fachlich kompetenten Beratung an uns. Ihr Fazit:

Ein Makler, der versteht was wir brauchen!

Dagmar P.

„Mein Mann und ich wohnen seit über 40 Jahren in unserem Haus. Wir sind schon länger nicht mehr die Jüngsten. Die gesundheitlichen Probleme machten uns immer mehr zu schaffen. Bei mir fing es mit kleinen Dingen an. Der Rücken schmerzte immer öfter. Aber einschränken wollte ich mich deswegen nicht. Ich verbrachte immer noch gerne Zeit mit der Gartenarbeit. Außer dass ich längere Pausen einlegen musste, war alles gut. Das änderte sich an dem Tag als ich von der Treppe fiel. Seitdem sitze ich querschnittsgelähmt im Rollstuhl.“

Werner P.

„Seit meine Frau auf den Rollstuhl angewiesen ist, musste ich viele Dinge für sie übernehmen und daher die Treppen öfter hochsteigen. Meine Arthritis in den Gelenken wurde davon nicht besser. So konnten wir nicht weitermachen.“

Dagmar P.

„Werner und ich ließen uns im Maklerbüro beraten. Ich bin begeistert wie geduldig, unsere Situation angehört wurde. Ich fühlte mich sofort gut verstanden. Die Zusammenarbeit beim Verkauf unseres Hauses verlief sehr professionell. Uns wurden sogar die Behördengänge abgenommen. Das professionell erstellte Exposé zeigte auch schnell Wirkung. Es gab viele Interessenten. Bei den Besichtigungen mussten wir nicht dabei sein. Alles verlief angenehm und stressfrei.“

Werner P.

„Durch den Hausverkauf hatten wir genug Geld für einen entspannten Umzug. Dank der tollen Hilfe fanden wir schnell eine barrierefreie Eigentumswohnung, die zu unseren Bedürfnissen passt. Meine Frau erlangte dadurch ein Teil Ihrer Selbstständigkeit zurück.“

 

Suchen Sie ein barrierefreies Zuhause oder möchten Sie ihr Haus altersgerecht umbauen? Dann kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne.

 

 

 

Weitere Informationen zum Wohnen im Alter finden Sie hier:

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Bestehende-Immobilie/F%C3%B6rderprodukte/Altersgerecht-Umbauen-(159)/?wt_cc1=wohnen&wt_cc2=pri|bestandimmobilie&wt_mc=6918175651_213337444717&wt_kw=b_6918175651_%2Bbarrierefrei%20%2Bkfw&wt_cc3=6918175651_kwd-357644252097_213337444717

https://www.pflege-durch-angehoerige.de/so-nutzen-sie-alle-zuschuesse-fuer-einen-behindertengerechten-badumbau-optimal-aus/

https://www.bmi.bund.de/DE/themen/bauen-wohnen/stadt-wohnen/wohnraumfoerderung/altersgerecht-wohnen/altersgerecht-wohnen-node.html

 

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In einem Haushalt leben immer seltener mehr als drei Personen. Die klassische Familienkonstellation bestehend aus Vater-Mutter-Kind weicht vermehrt Single- und Zweipersonenhaushalten. Dieser Trend ist seit längerem zu beobachten und hat bedeutende Auswirkungen für den Wohnungsmarkt. Denn auf der einen Seite gibt es immer kleinere Haushalte und auf der anderen nimmt die Gesamtanzahl der Haushalte immer weiter zu. Wie sinnvoll ist es aktuell für Eigentümer und Vermieter eine Grundrissveränderung von Mehrraumwohnungen vorzunehmen?

Den passenden Mieter bzw. Käufer für eine Wohnung zu finden, ist bei der Flut der Wohnungsanfragen im Moment nicht leicht. Zudem macht es Sinn, die Wohnung an die Nachfrageentwicklung anzupassen. Dabei sollte man die Bevölkerungsentwicklung und die Altersstruktur betrachten. Ein- bis Dreizimmerwohnungen lassen sich bei stark zunehmender und kleinerer Zahl von Haushalten besser vermieten oder verkaufen. Einige Vermieter und Eigentümer nehmen daher gerne Grundrissveränderungen vor.

Auseinandersetzungen mit Mietern

Sind die Wohnungen noch vermietet, muss man mögliche Reaktionen der Mieter berücksichtigen. Bauliche Maßnahmen sind aufwendig, besonders wenn der Mieter für den Maßnahmenzeitraum eine Übergangswohnung nutzen muss. Außerdem wird die Miete danach meistens teurer. Es kann vorkommen, dass strittige Angelegenheiten vor Gericht ausgehandelt werden müssen. Im schlimmsten Fall wird es für den Vermieter teuer und die Wohnung muss auf Grundlage eines Urteils wieder zurückgebaut werden. Langandauernde Rechtsstreitigkeiten ziehen das Projekt zudem unnötig in die Länge.

Auflagen beachten

Generell sollten Grundrissveränderungen gut durchdacht sein. Unter bestimmten Bedingungen haben Mieter diese zu dulden. Für den Mieter müssen die Vorteile aus der Maßnahme aber überwiegen. Wenn zum Beispiel das Bad verkleinert oder vergrößert werden soll, können Mieter hingegen nicht so leicht Ihren Widerspruch durchsetzen. Ob eine Maßnahme baurechtlich sicher ist, sollte daher überprüft werden. Ein Makler kann Eigentümer zur aktuellen Lage und die Herausforderungen einer geplanten Maßnahme beraten.

Mietwohnung oder Eigentumswohnung

Eingriffe wie Mietendeckel oder Mietpreisbremse machen es Immobilienbesitzern nicht leicht. Lohnt sich die Wohnungsvermietung dann aktuell? Für einige Immobilienbesitzer scheint der Verkauf von Eigentumswohnungen gelegentlich die bessere Lösung zu sein. Allerdings wurde im Mai das Baulandmobilisierungsgesetz beschlossen, was die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen beschränken soll. Ob sich eine Vermietung oder ein Verkauf im Einzelfall mehr lohnt, kann ein lokaler Qualitätsmakler feststellen. Zudem kann er bei der Umwandlung in Eigentumswohnungen unterstützen und beraten. Die Suche nach dem passenden Käufer erleichtert der Makler ebenfalls.

Vermieten oder doch verkaufen? Finden Sie raus, ob sich ein Umbau lohnt. Kontaktieren Sie uns!

 

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.berliner-mieterverein.de/magazin/online/mm0718/grundrissaenderung-durch-vermieter-vorteile-muessen-nachteile-ueberwiegen-071819.htm

https://www.boerse-online.de/nachrichten/geld-und-vorsorge/chaos-bei-der-regulierung-der-mieten-mietendeckel-bremse-stopp-oder-was-jetzt-1030506042

 

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Trotz oder gerade wegen der Corona-Krise hat in Rhein-Neckar die Nachfrage im Wohnbereich stark zugenommen – auch im besonders begehrten Heidelberg. Mit den Anforderungen an künftige Quartiere beschäftigt sich dort die S-Immobilien Heidelberg GmbH, eine Sparkassen-Tochter.

Der Heidelberger Immobilienmarkt boomt. Und das trotz Corona. Was noch vor wenigen Monaten unmöglich schien, erklärt sich auch aus den Veränderungen, welche die Pandemie mit sich brachte.

„Die Fundamentalbedingungen des Heidelberger Immobilienmarktes sind gut“, berichtet Georg Breithecker. Der Geschäftsführer der S-Immobilien Heidelberg GmbH kennt die Marktstruktur wie seine Westentasche: „Im Jahre 2020 hat die Nachfrage im Wohnbereich stark zugenommen, sowohl im Segment Eigenbedarf als auch in der Anlageklasse Wohnimmobilien. Im gewerblichen Bereich ist die Nachfrage ebenfalls sehr hoch, wenngleich sich durch die Pandemie
einiges verschoben hat.“

Die gute Lage auf dem Immobilienmarkt spiegelt sich auch in den Geschäftszahlen der S-Immobilien Heidelberg wider, wie Breithecker erklärt: „Wir hatten 2020 fast 36 Prozent Umsatzplus mit einem Objektvolumen von knapp 182 Millionen Euro gegenüber 125 Millionen Euro im Jahr 2019. Diese Steigerung ging über fast alle Bereiche. Ein klarer Schwerpunkt lag im Bereich Investment und Gewerbe.“ Dieser Erfolg basiert auch auf den Projekten der S-Immobilien: Die Flächen im Kopernikusquartier der Heidelberger Bahnstadt sind bereits zum größten Teil vermarktet und die Entwicklung des Heidelberg Innovation Park geht kräftig voran. Hinzu treten Planungen für das Flächenangebot auf dem Gebiet der Bahnstadt zwischen Bauhaus und LUXOR-Filmpalast.

Den oft befürchteten Kahlschlag der Büroflächen kann Georg Breithecker nicht bestätigen: „Ich sehe in diesem Segment keine disruptiven Entwicklungen. Die Pandemie gab dem Homeoffice zwar einen Riesenschub. Allerdings rechne ich nicht damit, dass die Homeoffice-Quote zukünftig bei über 25 Prozent liegt. Viele Mitarbeiter sind mittlerweile froh, wenn sie wieder in ihr Büro dürfen.“ Die Räumlichkeiten müssten jedoch nach Ansicht des Immobilienfachmanns jetzt anders gestaltet werden: „Der Trend geht aktuell weg von den offenen Bürowelten. Projektentwickler sollten bei Neubauten auf einen hohen Grad an Flexibilität achten, um rasch auch kleinteiligere Strukturen realisieren zu können.“

Generell steige das Angebot neuer Büroflächen in Heidelberg stark, wie Breithecker berichtet: 2020 habe die Bürofläche um 44 000 Quadratmeter zugenommen, 2021 würden es wohl wieder knapp 40 000 Quadratmeter sein und 2022-2024 seien dann etwa 100 000 Quadratmeter zusätzliche Büroflächen zu erwarten. Das sind Zahlen, die den Geschäftsführer nachdenklich stimmen: „Bei einer momentanen Heidelberger Bürofläche von 1 054 000 Quadratmetern ist das ein enormer Zuwachs von annähernd 10 Prozent, der mit einer Erhöhung der Leerstandsquoten einhergehen wird.“ Allerdings garantiere ein deutlich größeres Angebot auch, dass Anfragen besser und flexibel bedient werden können. Das sei auf absehbare Zeit im stadtnahen Wohnsegment nicht zu erwarten.

Moderate Preisentwicklung

„Die Nachfrage nach Wohnungen ist in Heidelberg weiterhin unglaublich hoch. Im Grunde gleicht der Markt einem Schwamm: Jedes Angebot wird sofort aufgesogen“, skizziert Breithecker die Lage. Da ist zum einen eine große Nachfrage, die sich mit der Pandemie verstärkte und nun – begünstigt durch Homeoffice-Regelungen – bis weit in den Odenwald ausstrahlt. Zum anderen verknappte sich das Angebot, wie Breithecker berichtet: „Der Wille, eine Immobilie zu verkaufen, hat in Zeiten der Null- und Strafzinsen merklich nachgelassen. Und mit der Pandemie nahm die Mobilität der Arbeitnehmer ab. Dadurch fallen viele Verkaufsangebote weg.“ Noch sei die Preisentwicklung in Heidelberg dank der Bauprojekte in Bahn- und Südstadt moderat. In Mannheim habe es zeitweise deutlich stärkere Preissteigerungen gegeben. Mittelfristig bräuchte Heidelberg aber dringend neue Wohnflächen wie das Patrick- Henry-Village, um den Bedarf vor allem im mittleren Segment zu decken.

Ausgewogener Mix nötig

Die Zukunft sieht Breithecker in Quartieren, die eine ausgewogene Mischung aus Büro-, Handels- und Wohnflächen bieten, gut an Nah- und Fernverkehr angebunden sind und darüber hinaus eine fußläufig erreichbare, abwechslungsreiche Nahversorgung und Gastronomie, eine tragfähige Kita-Struktur sowie viele attraktive Gemeinschaftsflächen aufweisen. Breithecker ist sich sicher: „Gegenüber so gestalteten zentralen Lagen wie Bahnstadt und Heidelberg Innovation Park werden es klassische Gewerbegebiete schwerer haben.“

Bedeutende Änderungen gibt es auch beim Thema Nachhaltigkeit: „Der Faktor Nachhaltigkeit spielt neben Lage, Mieterstruktur, Qualität und Flexibilität bei Investmententscheidungen eine zunehmende Rolle“, weiß Breithecker. Es reiche nicht mehr aus, bei den Projektplanungen auf eine entsprechende Dämmung, Photovoltaik oder die richtige Heizung zu achten. Ein Projekt müsse heute die deutlich ausgeweiteten Qualitätsprofile nach den ESG (Environmental Social Governance)-Kriterien erfüllen, damit es für ein Engagement der großen Investmentgesellschaften in Frage käme. Das reiche von der Auswahl der Baustoffe im Sinne der Kreislaufwirtschaft bis zu sozialen Aspekten.

An Nachfrage werde es aber auf absehbare Zeit nicht mangeln, da ist sich der Geschäftsführer sicher: „Wir haben in Heidelberg den Bereich Medizintechnik, wir haben Biotech und wir haben viele agile IT-Unternehmen. Das sind alles Wachstumsbranchen, die auch auf mittlere Sicht großen Flächenbedarf haben.“ Gute Aussichten für den Immobilienmarkt also.

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Quelle: Stefan Burkhardt, econo (Hrsg.), Ausgabe 02/2021 – 14.05.2021

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